Sonntag, 20. August 2017

Der Despot vom Bosporus (7)...

...sollte lieber mal nicht mehr allzu tief an seiner Shisha ziehen, denn der Rauch vernebelt seine ohnehin nur spärlich vorhandenen Sinne mehr und mehr. Wie sonst hätte er SPD und CDU als Türkeifeinde bezeichnen und seine Landsleute auffordern können,

                        "(...) nicht den Fehler zu begehen und die zu unterstützen,
                      weder die Christdemokraten, noch die SPD, noch die Grünen".


Dass man sich so etwas in Deutschland nicht gefallen lässt, hätte sich der kleine Sultan, hätte er einen weniger kräftigen Zug genommen, eigentlich denken müssen. So hat Frau Merkel seinen Boykottaufruf auf das schärfste verurteilt. 


                         "Wir verbitten uns jede Art von Einmischung",
 
sagte sie in Herford.

Darauf meinte der türkische Vize-Ministerpräsident Bekir Bozdag auch, seinen unqualifizierten Sermon beitragen zu müssen. Er nannte Merkels Äußerungen unverschämt, weil sie "(...) die Grenzen des Anstands überschreiten.“ Als Begründung führte er an, Erdogans Aufruf sei keine illegitime Einmischung, denn er habe nur die wahlberechtigten türkischen Staatsbürger in Deutschland angesprochen, nicht aber die anderen Deutschen.

Dem Politamateur ist wohl der Halbmond mit voller Wucht auf die Birne geplumpst.

Die wahlberechtigten türkischen Staatsbürger in Deutschland sind auch deutsche Staatsbürger und somit verbietet sich seine Einmischung von selbst. Was hätte der kleine Sultan wohl gewettert, wenn sich deutsche Politiker bei seinem Referendum so wie er verhalten hätten.

Auch Außenminister Gabriel kritisierte, Erdogans Verhalten sei ein bislang einmaliger Akt des Eingriffs in die Souveränität unseres Landes“. Dafür bekam er prompt eine sehr persönlich gehaltene Retourkutsche. Er sei "eine Katastrophe", die keine Grenzen kenne. Wörtlich sagte er: „Wer sind Sie, dass Sie mit dem Präsidenten der Türkei reden? Beachten Sie Ihre Grenzen!“

Na, wer hört ihn auch, den leisen Klang des Größenwahns?

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