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Dienstag, 5. April 2011

ADAC zeigt fünf Ölkonzerne an

Die armen Mineralölkonzerne stecken in einer tiefen Krise! Da sitzen sie auf ihrem Biosprit und werden ihn einfach nicht los; und weil der Autofahrer das Zeug nicht tanken will, sollen sie auch noch Strafe zahlen. Das geht doch nicht, da müssen wir uns was einfallen lassen, meinten die Bosse. Haben sie dann auch, natürlich zum Nachteil der Autofahrer.
Wenn wir neben dem E10 nur noch Super Plus in unseren Zapfsäulen haben, werden unsere preisbewussten Kunden schon den neuen Sprit tanken und wir müssen keine Strafe zahlen. Tanken sie den Biosprit nicht, müssen sie halt das teurere Super Plus nehmen, und mit dem Mehrerlös können wir dann locker die Strafe an den Staat bezahlen und für uns wird dann auch noch ein hübsches Sümmchen übrig bleiben. So dachten die Bosse bei Aral, BP, Jet, OMV und Shell.
Allerdings haben sie die Rechnung ohne den ADAC gemacht, der jedenfalls klopft den Mineralölkonzernen jetzt mal kräftig auf die Finger, denn es ist vorgeschrieben, dass Anbieter von Super E10 gleichzeitig auch das entsprechende „normale“ Superbenzin anbieten müssen.

Dienstag, 8. März 2011

Biosprit und Klimaschutz

Mein Auto verträgt laut DAT-Liste den Biosprit, aber ich werde es trotzdem nicht damit betanken, und zwar zum Einen aus ethischen und klimapolitischen Gründen, zum Anderen jedoch, weil in mir jetzt doch Zweifel an der Verträglichkeit des Biosprits aufgekommen sind.

Mir wurde als Kind noch beigebracht, dass man mit Essen nicht spielt, und Lebensmittel wegzuwerfen ist mir zuwider. Nichts anderes ist es, wenn Weizen zum Verheizen und nicht zum Verzehr angebaut wird. Angesichts des Welthungers betrachte ich ein solches Verhalten als geschmacklos, nein schlimmer noch, als verkommen.

Klimaschutz und Biosprit, hier möchte ich nur einen der vielen Aspekte anführen. Laut einer EU-Verordnung dürfen Rohstoffe für Ethanol nicht auf geschützten Flächen angebaut werden. Eine solche Verordnung ist absoluter Schwachsinn, denn diese Rohstoffe werden einfach auf den Nutzflächen angebaut, die bislang der Nahrungsmittelproduktion vorbehalten waren. Das nun entstandene Defizit an Nutzfläche wird durch die Rodung geschützter Flächen ausgeglichen. Regenwald wird somit für die Nahrungsmittelproduktion und nicht für die Ethanolgewinnung abgebrannt. Das ist verlogen, nein schlimmer noch, verkommen.

Dies ist meine persönliche Meinung dazu und ich möchte mich nicht als verkommenes Subjekt fühlen müssen.

Nachtrag 09.03.2011
Wie bekloppt ist das denn? Da sollen die Mineralölgesellschaften Strafe zahlen, wenn ihre Kunden den Biosprit nicht haben wollen. Typisch Tigerentenregierung