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Freitag, 12. April 2013

Brasilien kauft gebrauchte Panzer

Um gegen mögliche Anschläge bei künftigen Großveranstaltungen gerüstet zu sein, kauft die brasilianische Armee 34 gebrauchte Panzer vom Typ "Gepard 1A2" im Gesamtwert von 30 Millionen Euro. Diese FlaK-Panzer sollen eingesetzt werden, um die Menschen zu schützen.
In Brasilien wird ab dem 15. Juni der Confederations Cup ausgetragen, Papst Franziskus wird im Juli in Rio de Janeiro zum katholischen Weltjugendtag erwartet und nicht zu vergessen die Fußball-WM im nächsten Jahr.
Tatsächlich eignet sich der „Gepard“ hervoragend zum Objektschutz von stationären Zielen, so auch von Stadien, die von zigtausenden Menschen besucht werden.

Ein kleines Video der Bundeswehr zeigt den "Gepard 1A2" im Einsatz:

Dienstag, 4. Dezember 2012

„GTK Boxer“ für Saudi-Arabien

Gepanzertes Transport-Kraftfahrzeug Boxer
© Public Domain
Der Leo-Deal mit den Saudis ist noch nicht in trockenen Tüchern, die Zustimmung des BundesUNsicherheitsrat steht noch aus, da schauen sie sich schon wieder auf dem deutschen Waffenmarkt um. Diesmal ist der Radpanzer vom Typ „GTK Boxer“ das Ziel ihrer Begierde, eines der modernsten Gefechtsfahrzeu- ge der Welt. Die Bundeswehr setzt den Panzer in Afgha- nistan als Truppentransporter ein. Allerdings ist das Fahrzeug wesentlich vielsei- tiger.
Möglich macht dies sein modularer Aufbau. Neben dem Fahrmodul stehen mehrere versionsspezifische Missionsmodule zur Verfügung, die innerhalb einer Stunde ausgetauscht werden können. So lässt sich der „Boxer“ als Gruppentransporter, als Sanitätsfahrzeug oder aber auch als Radschützenpanzer mit einer MK30-2/ABM – einer Maschinenkanone im Kaliber 30 Millimeter – und einem Maschinengewehr im Turm einsetzten.
Laut Spiegel soll die königliche Garde mit mehreren hundert Stück davon ausgestattet werden. Die Frage ist nur, mit welchem Modul? Am Wenigsten glaube ich an die Sanitätsversion!
Das Schlimme daran ist, dass der „Boxer“ auch noch straßentauglich ist und somit einem totalitären Regime bei Bedarf auch hervorragend im Häuserkampf gegen die eigene Bevölkerung behilflich sein kann. Und ist ein Volksaufstand in dem Wüstenstaat wirklich auszuschließen? Ich denke nicht.
                                                   Der GTK "Boxer" ist auch für den urbanen Kampf geeignet

Aber was soll's, wenn es Deutschland nicht tut, machen es die Anderen und wieder würden tausende von Arbeitsplätzen vernichtet werden. So die Befürworter eines Deals mit den Saudis; ich finde aber, diese Denkweise ist kleinkariert und falsch. Armes Deutschland, wenn es nur noch mit Waffen sein Geld verdient! Deutsche Waffen haben in den Händen totalitärer Machthaber nun wirklich nichts verloren!





Montag, 30. Juli 2012

Deutsche Panzer auch für Katar


Leopard 2A4 Austria 5
Leopard 2A4 des Österreichischen Bundesheeres
 © böhringer friedrich
Nach Saudi-Arabien, wo bereits ein Stabsoffizier die Wüstentauglichkeit des Leos demonstriert, bekundet nun auch der kleine Nachbar Katar sein Interesse am deutschen Kampfpanzer Leopard 2. Gleich zweihundert Stück im Wert von zwei Milliarden Euro wollen die Scheichs ordern, das Geld dafür haben sie.
Amnesty International prangert Menschen- rechtsverletzungen in dem Land an, so z.B. grausame Strafen, die Diskrimi- nierung ethnischer Minderheiten und die Einschränkung des Rechts auf freie Meinungsäußerung. Meines Erachtens sind Waffen- lieferungen für derartige totalitär regierte Staaten mit ihrer recht eigenen Vorstellung von Menschenrechten nicht nur äußerst bedenklich, sie sind darüber hinaus absolut unmoralisch.
Aber wen stört das? Wenn Deutschland nicht liefert, stehen schon die Waffenschmieden Großbritanniens, Frankreichs und der Vereinigten Staaten in den Startlöchern, also schei.... was auf Moral.

Freitag, 6. Juli 2012

Leos für die Saudis

Kampfpanzer Leopard 2A4, KPz 5
Leopard 2A4 des Österreichischen Bundesheeres

Von der Bundesregierung beharrlich verschwiegen und deshalb weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit, entwickelt sich der Panzer-Deal mit den Saudis anscheinend auch weiterhin prächtig.
Hatte im März 2012 Prinz Saud al-Faisal bei einem Treffen mit Außenminister Guido Westerwelle in Riad betont, in Sachen Bewaffnung sehr gerne mit Deutschland zusammenarbeiten zu wollen, wird nun ein Leopard-2-Kampfpanzer vom Typ 2A7vor Ort unter Wüstenbedingungen mit militärischer Unterstützung aus der Bundesrepublik getestet. Die Bundeswehr entsandte hierzu einen Stabsoffizier, der die Treffsicherheit des Panzers aus der Waffenschmiede Krauss-Maffei Wegmann garantieren soll.
Der Hersteller übernimmt die Kosten, sie werden also großzügiger Weise nicht dem Steuerzahler aufgebürdet. Trotzdem ist es ungeheuerlich, Deutsches Militär für die Waffenwerbung zu missbrauchen und in fragwürdige Waffengeschäfte zu verwickeln.
Auch wenn das Panzer-Geschäft angeblich mit den USA und Israel abgestimmt ist und keine Einwände bestünden, ist die Lieferung von Kriegswaffen, wie gerade das Beispiel Syrien zeigt, in Spannungsgebiete und an totalitäre und menschenrechtsverletzende Regime äußerst bedenklich.

Artikel lesen auf: WELT ONLINE

Sonntag, 11. März 2012

Saudis wollen deutsche Panzer

Über die Lieferung von 200 Leos an Saudi-Arabien habe ich bereits im Juli 2011 ein paar Worte verloren und ich dachte, die Sache wäre längst vom Tisch. War wohl nichts, denn heute muss ich lesen, dass Prinz Saud al-Faisal bei einem Treffen mit Außenminister Guido Westerwelle in Riad betonte, dass sein Land in Sachen Bewaffnung sehr gerne mit Deutschland zusammenarbeiten will.
Nun ist die Golfregion durchaus ein Spannungsgebiet und dass die absolut regierende königliche Familie die Menschenrechte missachtet, ist auch kein Geheimnis. Eigentlich verbieten sich aus diesen Gründen Waffenlieferungen an die Saudis und demzufolge hagelt es - nicht nur von der Opposition - derbe Kritik gegen die Pläne der Tigerenten-Regierung.

Dienstag, 5. Juli 2011

Panzer-Deal

200 Leos an die Saudis. Da werden Krauss-Maffei Wegmann und Rheinmetall nicht schlecht dran verdienen und vielleicht ist ja auch für die Tigerenten-Regierung in Form von Steuerabgaben der eine oder andere Euro drin. Gebrauchen kann sie es allemal, irgendwie muss die Diätenerhöhung ja finanziert werden. Oder die Steuersenkung? Oder die Euro-Rettung? Finanzlöcher zu stopfen gibt es ja nicht wenige.
Aber ist es richtig, dafür Panzer in eine Region zu liefern, in der die Menschen gerade begonnen haben, ihre demokratischen Rechte einzufordern?
Saudi-Arabische Panzer sind doch schon nach Bahrain gerollt und haben dort bei der Niederschlagung von Protesten geholfen. Ich möchte nicht, dass Kampfmaschinen aus deutscher Produktion dafür missbraucht werden, totalitäre Regime gewaltsam an der Macht zu halten.
Angeblich ist dieser Panzer-Deal mit den USA und Israel abgestimmt und es bestünden keine Einwände, denn es gilt ja, den "letzten und wichtigsten Stützpfeiler" in der Nahost-Region zu unterstützen.
Was von amerikanischer Nahost-Politik zu halten ist, können wir am Beispiel Irak sehen. Erst hat Amerika Saddam Hussein Zucker in den Arsch geblasen, um so seine Ölversorgung zu sichern. Als der Diktator dann aber immer frecher wurde, musste die internationale Staatengemeinschaft helfen, ihn zu entsorgen.
Und jetzt? Verfügt Saudi-Arabien nicht auch über Erdöl? Klar, dass dieser Stützpfeiler nicht umkippen darf, oder?