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Montag, 23. Mai 2011

Mineralölkonzerne wehren sich gegen Vorwurf der Marktbeherrschung

Hört, hört: Die Mineralölindustrie ist also empört. Das böse Bundeskartellamt hat es doch glatt gewagt, die Abzocker zu kritisieren?! Wieso das denn? Deutschlands Benzinpreise sind die Niedrigsten in Europa. Das meint zumindest Klaus Picard, Hauptgeschäftsführer des MWV. Und wenn schon, dann sind sie eben auch in Europa zu hoch.
Will Herr Picard uns tatsächlich Glauben machen, die Tankstellenpächter hätten in irgendeiner Form Einfluß auf den Benzinpreis? Dass ich nicht lache.
Ich saß kürzlich im Büro eines Pächters, als plötzlich der Ticker seine Arbeit aufnahm und schwupps, hasse nicht gesehn, standen die neuen Preise an den Zapfsäulen.
Vielleicht sollten die Mineralölkonzerne mal über eine Benzinpreiserhöhung in den USA nachdenken und uns hier mal etwas entlasten. Im mittleren Westen der USA kostet der Liter Super aktuell zum Beispiel gerade mal 79 Eurocent.
Es ist wie immer, die Amis leben über ihre Verhältnisse und wir in Europa baden das aus.

Dienstag, 5. April 2011

ADAC zeigt fünf Ölkonzerne an

Die armen Mineralölkonzerne stecken in einer tiefen Krise! Da sitzen sie auf ihrem Biosprit und werden ihn einfach nicht los; und weil der Autofahrer das Zeug nicht tanken will, sollen sie auch noch Strafe zahlen. Das geht doch nicht, da müssen wir uns was einfallen lassen, meinten die Bosse. Haben sie dann auch, natürlich zum Nachteil der Autofahrer.
Wenn wir neben dem E10 nur noch Super Plus in unseren Zapfsäulen haben, werden unsere preisbewussten Kunden schon den neuen Sprit tanken und wir müssen keine Strafe zahlen. Tanken sie den Biosprit nicht, müssen sie halt das teurere Super Plus nehmen, und mit dem Mehrerlös können wir dann locker die Strafe an den Staat bezahlen und für uns wird dann auch noch ein hübsches Sümmchen übrig bleiben. So dachten die Bosse bei Aral, BP, Jet, OMV und Shell.
Allerdings haben sie die Rechnung ohne den ADAC gemacht, der jedenfalls klopft den Mineralölkonzernen jetzt mal kräftig auf die Finger, denn es ist vorgeschrieben, dass Anbieter von Super E10 gleichzeitig auch das entsprechende „normale“ Superbenzin anbieten müssen.