Montag, 30. Juli 2012

Aus dem Polizeibericht


Äußerst rüpelhaft hat sich ein ca. 50 Jahre alter Jogger bereits am vergangenen Mittwoch (25. Juli) am Kemnader Stausee in Witten-Herbede verhalten. Als ihm gegen 13.30 Uhr Vater (57) und Sohn (14) auf ihren Mountainbikes entgegenkamen, rammte der Rüpel den ca. zehn Meter vorausfahrenden 14-Jährigen mit der linken Schulter. Dabei verletzte sich der Schüler zunächst am Handgelenk, stürzte dann zu Boden und zog sich eine weitere Verletzung im Bauchbereich zu. Er wurde später mit einem Rettungswagen in ein örtliches Krankenhaus gebracht. Unbeeindruckt lief der grauhaarige Jogger weiter, verpasste dem Vater schnell noch beim Vorbeilaufen wortlos einen Schlag mit der Faust auf den rechten Unterarm und entfernte sich dann in südlicher Richtung. Die ca. 180 cm große aggressive „Silberlocke“ war mit einem orangefarbenen T-Shirt, das an den Seiten dunkelfarbig ist sowie mit weißen Turnschuhen bekleidet.

Gute Manieren ließen Passanten im Bahnhof von Altenbeken vermissen, indem sie einem blinden Bahnreisenden ihre Hilfe verweigerten. Der junge Mann, unter anderem durch entsprechende Armbinde für jedermann als Blinder erkennbar, musste, um seinen Anschlusszug nach Bad Salzuflen zu erreichen, den Bahnsteig wechseln. Da er erst seit kurzer Zeit gehandicapt ist, befürchtete er, die fremden Treppen bzw. Aufzüge nicht gefahrlos nutzen zu können und bat deshalb Passanten, ihm behilflich zu sein. Niemand war dazu bereit, noch nicht einmal die Bahnhofsaufsicht wollte man verständigen. Eine ältere Dame war dann letztlich bereit, mit seinem Handy die Polizei zu rufen. Die Beamten der Leitstelle versuchten dann erfolglos, andere Bahnreisende zur Hilfe zu bewegen. Schließlich wurde eine Streifenwagenbesatzung zum Bahnhof geschickt und die Beamten brachten den hilflosen Mann zu den Aufzügen. Wenige Augenblicke später stand er auf dem für ihn richtigen Bahnsteig.
ARMES DEUTSCHLAND

Bargeld und Schmuck fielen am Freitag (27.Juli) mindestens zwei Trickdiebinnen in einer Wohnung an der Bochumer Straße in Herne in die Hände.
Es begann damit, dass eine Frau der gehbehinderten Wohnungsinhaberin die Einkäufe nach oben trug und anschließend darum bat, die Toilette benutzen zu dürfen. Erstmal in der Wohnung, wird man dieses Pack nur schwer wieder los. Die Trickdiebin fragte nach einem Zettel, um einem Hausbewohner eine Nachricht zu hinterlassen und die Seniorin, da schlecht zu Fuß, schickte die Frau in die Küche. Bei dieser Gelegenheit öffnete Diebin dann wohl die Wohnungstür, denn nur kurze Zeit später stand eine Komplizin in der Wohnung. Sie fuchtelte mit großen Tüchern vor den Augen der 88-Jährigen herum, sodass dieser die Sicht in den Flur versperrt wurde. So konnte eine dritte Person unbemerkt in das Wohnzimmer gelangen und den Schrank aufbrechen, in dem die Seniorin ihre Wertgegenstände aufbewahrte.

Mit der gleichen Masche haben zwei unbekannte Frauen am vergangenen Freitag in Bielefeld eine 90-Jährige um einen hohen Eurobereich erleichtert.
Wie in Herne sprach eine der Täterinnen die Senioren an, diesmal unter dem Vorwand, für eine Nachbarin gewaschen zu haben, diese jetzt aber anscheinend nicht zu Hause sei. Deswegen wolle sie eine Nachricht hinterlassen. Schwupps, war die Trickdiebin auch hier in der Wohnung und alles andere lief so ähnlich wie in Herne ab.

Auch auf der Straße wurde wieder Geld „gesammelt“. In Bünde (Kreis Herford) hielt ein 13-14 jähriges Mädchen einem älteren Mann ein Klemmbrett mit Unterschriften vor die Nase. Anscheinend konnte dieses „Klaublag“ bei dem 61-jährigen Mitleid erwecken, denn er öffnete sein Portemonnaie, um einen kleinen Geldbetrag zu spenden. Just in dem Moment wurde der nette Herr, wahrscheinlich von einem weiteren „Klaublag“, wieder angerempelt. Beide entfernten sich danach recht schnell mit mehreren hundert Euro aus seiner Geldbörse.

In Lengerich haben zwei dieser diebischen Elstern wahrscheinlich einen 55-jährigen Mann beobachtet, wie er aus der Bank kam und ihn sich deshalb als Opfer auserkoren. Eine der Beiden hielt ihm das bekannte Klemmbrett unter der Nase und der Mann, auch hier geradezu von dem Gedanken einer guten Tat beseelt, öffnete sein Portemonnaie. Von nun an lief alles wie am Schnürchen. Die Eine lenkte das Opfer ab, die Andere beklaute es. Der spenden-freudige Herr jedenfalls bekam für seine 550 Euro keine Quittung, die er hätte von der Steuer absetzen können.


Nun noch ein ganz anderes Thema, was aber in regelmäßigen Abständen in den Polizeiberichten auftaucht, nämlich Exhibitionismus.

In Braunschweig verfolgte in der Nacht zum Montag ein Vertreter dieser Spezies eine 40-jährige Frau auf ihrem Nachhauseweg. Als sie sich umdrehte, sah sie den Mann in geringer Entfernung, wie er sich selbst befriedigte. Die Frau wechselte die Straßenseite und verlor den Fremden aus den Augen. Aber er war nicht weg und nur Minuten später tauchte er wieder auf und sprach die Frau an. Die reagierte richtig und drohte ihm lautstark mit der Polizei. Als sie ihr Handy aus der Handtasche holte, flüchtete der Täter, konnte aber kurze Zeit später von einer Zivilstreife gefasst werden.

Diese Gestörten treiben anscheinend überall und zu jeder Zeit ihr Unwesen. Im mittelfränkischen Stein zeigte sich am Sonntagmittag (29.07.2012) gegen 12:45 ein unbekannter Mann zwei Schülerinnen, die mit ihren Hunden unterwegs waren.
Die 15- und 16-jährigen jungen Damen gingen den Fußweg entlang der Rednitz, als sie von einem Radfahrer überholt wurden, der sich dann keine hundert Meter weiter auf dem Boden neben dem Weg niederließ. Als die Beiden an ihm vorbeigingen, sahen sie, wie der Mann mit heruntergelassener Hose an seinem Geschlechtsteil manipulierte. Die Mädchen gingen zügig weiter und sahen noch, wie der Unbekannte sich in Richtung Nürnberg entfernte.

Richtig Klasse ist eine 21-jährige gebürtige Isländerin mit einer solchen Situation umgegangen. Sie hatte am vergangenen Sonntag, den 29.7.2012 gegen 13:10 Uhr in Bielefeld einen Passanten nach einem geöffneten Bäckerladen gefragt, aber keine Antwort bekommen. Stattdessen belästigte der Strolch die junge Frau unsittlich, zunächst verbal und dann aber auch körperlich. Diese rief lautstark um Hilfe, worauf der Mann sich von ihr abwandte und weiterging. Und jetzt kommt's: Die ganze innere Spannung abbauend, trat sie dem Kerl kräftig in den Hintern. Das muss wohl sehr weh getan haben, denn einen lauten Schmerzensschrei ausstoßend erhöhte er sein Fluchttempo dramatisch. Gut gemacht, junge Frau.

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